Navigieren / suchen

Linkaufbau: Googles Spiel mit dem Suchtmittel dofollow

Es ist längst kein Spiel mehr: Seitenbetreiber und Webmaster in aller Welt sind auf der Jagd. Auf der Jagd nach Links. Links, durch die ein ganz besonderer Saft fließt. „Vertrauen“ heißt der Nektar des Suchgiganten Google, auf den alle so scharf sind. Kein Wunder, denn der mächtige Suchmaschinen-Riese selbst hat das Suchtmittel eingeführt und zu regelmäßigem Konsum aufgerufen. Nur schade, dass das der Beipackzettel so schwammig formuliert ist. Ein Report zum Kampf um Links und undurchsichtige Abstrafungsmethoden…

Linkaufbau - die Jagd nach dem begehrten dofollow-Saft. Foto: dpaint, fotolia.com
Linkaufbau - die Jagd nach dem begehrten dofollow-Saft. Foto: dpaint, fotolia.com

Google lädt ein zum Linkkonsum: „Wie viele von euch wissen, können relevante und qualitativ gute eingehende Links einen Einfluss auf euren PageRank haben (einer von vielen Faktoren unseres Ranking-Algorithmus).“, heißt es lapidar auf einer Website des Konzerns. Doch Links sind ein gefärliches Suchtmittel – zu viel davon kann zu Abstrafungen führen. Google wacht mit Argusaugen über die Einhaltung der selbst aufgestellten Regeln. Hintergründe:

Auf der Jagd nach Backlinks

Eingehende Links (auch Backlinks genannt) sind begehrte Trophäen für Webmaster.

Der Grund: je mehr Links auf eine Seite verweisen, desto höher steigt diese im Ansehen von Google. Je mehr Reputation, desto höher steigt die eigene Website in den Suchergebnissen von Google. Die Folge: es kommen mehr Besucher auf die Webpräsenz. Mehr Besucher bedeuten mehr Einnahmen. So einfach ist das.

Viel Spaß mit eingehenden Links„, wünscht Google. Aber dieses gemütlich klingende Prosit entlockt kaum noch einem Linkjunkie ein entspanntes Schmunzeln. Während Partyorganisator Google empfiehlt, aus der eigenen Website eine interessante, nutzwertige, gesellige Bar zu machen und relaxed auf eingehende Links zu warten, rennen die meisten Webmaster und Suchmaschinenoptimierer mehr oder minder wahllos durch benachbarte Kneipen und versuchen Links zu organisieren. Sie wollen zuerst Linkmillionäre werden und dann – mit der richtigen Monetarisierungsstrategie für die eigene Website – im wahren Leben nachziehen.

Möge der Saft mit Dir sein – „Dofollow“ statt „nofollow“

Besonders begehrt sind so genannte „dofollow“-Links. Diese geben nämlich den so lebenswichtigen „Trust“ an die verlinkte Seite weiter. Dieses „Google-Vertrauen“ ist die heilige Soße, mit der Webmaster ihre eigene Seite überziehen wollen. Im Prinzip gibt jede Verlinkung im Internet dieses Vertrauen weiter. Es sei denn, ein Webmaster setzt einen Korken auf den Link – das „nofollow“-Attribut (hier mehr über rel=“nofollow“). Suchmaschinenoptimierer und Webmaster haben bei der Linkjagd spezielle Brillen auf ihre Browser geschraubt – sie erkennen „nofollow“-Links schon von weitem und laufen oft achtlos an ihnen vorbei. Nofollow – das ist wie alkoholfreier Schnaps. Bitter und wirkungslos, so die weit verbreitete Meinung. Eine schlechte SEO-Agentur macht die Kunden noch weiter scharf auf dofollow und schmäht Links, die keinen „Trust“ (oder wie Google es nennt: „Pagerank„) vererben.

Diese einseitige Strategie kann sich rächen! Denn Linkmeister Google ist in Sachen Wohlwollen wählerisch, schenkt sein volles Vertrauen nur Seiten mit dem richtigen Linkmix. „Natürlich“ muss der Linkaufbau sein, organisch gar. Nicht erzwungen. Koma-Saufen aus dem dofollow-Barriquefass streng verboten.

Google bestraft nach Regeln, die keiner kennt

Wer mitspielen will im Kampf um Googles Gunst, ist auf eingehende Links angewiesen. Google zwinkert den rotgesichtigen Einsteigern und fuchsigen SEO-Profis gleichermaßen immer den gleichen Tipp zu: „Erstelle guten Content und der Erfolg wird sich von allein einstellen.“ Google mag diese Honigschnaps-Strategie. Doch den Webmasters ist dieser Vorgang zu langwierig. Sie besorgen sich den Linkjuice aktiv. Da wird getauscht, gekauft, stibitzt, kommentiert und gebucht, was Fingerkuppen leisten und Geldbeutel hergeben können. Gespräche wie hinterm Bahnhof in der SEO-Szene: „Du schuldest mir noch drei Links“, „brauche unbedingt Wirkungslink“…

Doch der Verkauf und Ankauf von Links ist Google ein Dorn im Auge: „Falls Webmaster jedoch Links kaufen und verkaufen, um das Suchmaschinenranking zu manipulieren, behalten wir uns das Recht vor, die Qualität unseres Indexes zu schützen.“, heißt es im Google-Webmasterblog zum Thema Linkverkauf.

Penalty – der Google-Knast

Was heißt „den Index schützen“? Ganz einfach: Websites, die Links kaufen und verkaufen, können abgestraft werden. Je nach „Schwere der Tat“ hat Google seine ganz eigene Gerichtsbarkeit für Sanktionen. „Penalty“ – so heißt der Google-Knast für gierige Linksäufer. Wer „einfährt“ findet seine Seite von einem Tag auf den anderen hinten in den Suchergebnissen. Weitab der Besucherströme auf dem „Seite 1“-Prachtboulevard. Im fernen Linksibirien können verurteilte SEOs und Webmaster an einem Gnadengesuch formulieren – dem Antrag auf erneute Überprüfung. Ein Schelm, wer jetzt an Russenlinks denkt.

Moment! Ab in den Knast. Einfach so? Ohne Verhandlung? Keine Verteidigung möglich? So sieht es aus – denn Richter und Ankläger ist Google. Verteidiger haben Pause im „G“universum. Die Suchmaschine wacht über die Einhaltung der „Richtlinien für Webmaster„. Und legt das knappe und selbst für ausgebuffte Juristen und Gesetzestexter unfassbar schwammig formulierte Dokument ganz nach eigenem Gusto aus. Nicht einmal der Angeklagte wird zur Verhandlung eingeladen. Oder nur in Ausnahmefällen. Googles weißer Ritter in Sachen Linkoholismus Matt Cutts erklärte jüngst die krude Vorgehensweise: Google könne in den Webmastertools eine Nachricht hinterlassen, wenn etwas mit einer Website nicht stimme. Sollte Google aber den Eindruck habe, es handele sich um so etwas wie „vorsätzlichen Linkbetrug“, würde man die Webmaster auch problemlos im Dunkeln lassen. „Um Ihnen keine wertvollen Hinweise“ zu geben. Schlechte, oder besser gesagt, keine Nachrichten für vorsätzliche Linkoholiker.

Ein Prost auf Googles Qualitätsrichtlinien

Wer die Blitzverurteilung und den Google-Knast vermeiden will, hält sich also besser an die „Qualitätsrichtlinien“ des Web-Kaisers Google. Doch was sagen die Google-Gebote genau? Etwa:

Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Regel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie den Inhabern einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären müssten. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: „Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?“

Nachts ist es kälter als draußen, mag man ergänzen wollen. Denn welcher Portalbetreiber hat schon ein „schlechtes Gefühl“, wenn er seine Mitarbeiter anweist, nach Linkpartnerschaften zu suchen? Natürlich ist das schon ein Verstoß im engen Sinne. Denn wenn die Mitarbeiter (wie wir hoffen) für ihre Arbeit bezahlt werden, sind diese Linkpartnerschaften gekaufte Links und damit ein Fall für den vierfarbigen Scharfrichter.

Suchtmittel dofollow – don’t link and drive

Vorsicht ist geboten! Don’t link and drive. Wer den Quality-Checkern (Googles Streifenpolizisten) einen linkjuicigen Vollrauschodem entgegenbläst, muss im Zweifel den Schein abgeben und darf für eine Weile auf Googles Traffic-Alleen nur noch spazieren gehen. Also Finger weg von automatischen Linktauschprogrammen und fuseligen Craplinks – die verursachen am Ende mehr als Kopfschmerzen. Wer die unangenehme SEO-MPU vermeiden möchte, lässt es ruhiger angehen. Auch Google hat eine (geheime) Promillegrenze. Wer sich mal einen Schluck genehmigt, wird nichts zu befürchten haben. Und auch nofollow-Links haben ihren Reiz. Sie liefern vielleicht keinen berauschenden Trust, aber Besucher sehr wohl. Und ist es nicht das, worauf wir Webmaster alle warten?

Ach ja, meine Kommentarbar hier unten ist geöffnet, ich schenk ein wenig Juice aus. Kostenlos, liebe Suchmaschine, völlig kostenlos. Denn ein bisschen Spaß muss sein. Cheers!

Kommentare

Marcel

Was mir an dieser ganzen SEOrei am besten gefällt, ist die Tatsache, dass man zu jedem „Fakt“ sofort eine Menge Gegenbehauptungen findet, zu zu jeder Meinung ein Dementi.
Bis auf Googles wirklich sehr allgemeine Richtlinien scheint alles Stochern im Dunkeln zu sein …

Dieter

Schön geschrieben, doch wer noch nie an dem süssen Saft genippt hat, weiß auch nicht …

Karlo_do

Sau witzig. Hab selten einen so gut geschriebenen Artikel gelesen. Überschriften wie „don’t link and drive“ haben mir besonders gut gefallen 🙂
Ich hoffe mal, dass sich Google schon lange hat etwas einfallen lassen hat, um diesem blöden Linksammeln ein Ende zu setzen.

Anleitung

Sehr sehr lustig. Und alle gönnen Sie einen großen Schluck aus dem Glas 🙂 Am Ende wird trotzdem der Schluck des Einzelnen immer kleiner. Wirklich gelungener Artikel und vielen Dank für den Link!

Tomek

Nachdrm der Herr Page jetzt Google übernohmen hat wird der Pagerank sicherlich weiterleben. Dun es bleibt alles beim Alten und wir werden ser Sucht weiter hin nachgehen und andauernd unseren PR prüfen.

LG Tomek

Gerd Sparen

Super Artikel, habe ihn heute das zweite Mal gelesen. Du sparst echt nicht mit Informationen, das muss man die lassen 🙂

Suchmaschinen-Experte

Hallo,

danke für den Artikel. Beim Linkaufbau muß darauf achten, daß die Links von unterschiedlichen Typen von Quellen abstammen. Die richtig guten kommen von der Comunity bzw. dem Marktplatz selbst, an die kommt man nur, wenn man dafür relevanten und hochwertigen Content hat. Grüße aus Hamburg.

Traveller

Sehr gut und lustig geschrieben und trotzdem die Realität nicht aus den Augen verloren. Es ist immer ein Spiel mit dem Feuer: Man benötigt Links, Links und nochmals Links, trotzdem muss man aufpassen dass man es nicht übertreibt und das Ganze als Backlinkspam gewertet wird. Ich persönlich denke dass Google die Gewichtung von Backlinks in Zukunft weiter verfeinern und mehr Augenmerk auf die Qualität der Seiten legen wird.

Grüße aus der Sonne.

Traveller

Filmproduktion Berlin

Selten einen Artikel so feucht fröhlich gelesen! Klasse. Das ist ein elder Tropfen, aus einem sehr guten Jahrgang, mit einem überraschenden und tollem Abgang! Ich bedanke mich für den edlen Schluck und proste föhlich zurück!

lg

Lars

Schrauber Tipp

Herrlich! Was für ein informativer Artikeln, der komplizierte Sachverhalte einfach und vestädnlich wiedergibt! Ich sage Danke für den kurzweilligen Artikel und Danke für den köstlichen Schluck, den ich hiermit nehme und sage Prost!

Rainer Haupt

Ich proste Michael zu, auf den neuen Tag – Prosit!

Frank

Spät gelesen. Dennoch als aktuell und richtig befunden.

dirk

Hallo Michael, ich bin wirklich viel unterwegs. Fast immer stöbere und lese ich in blogs. Das lesen fällt oft aber kurz aus denn wirklich gut zu schreiben ist nicht so leicht wie viele glauben. Du hast den Bericht nicht nur mit vielen wichtigen und vor allem richtigen Infos gefüllt sondern auch ein echtes Händchen für gutes Schreiben. Liest sich toll und wie ich jetzt sehen, siehst Du auch toll. Habe ebenso die Fotos von Dir schon betrachtet. Allrounder und ….. ach, jetzt sehe ich es im Footer, Journalist. grinz, klar kannst Du schreiben. Großes Kompliment und alles Gute für Dich, dirk

ne wilde band aus köln

Lieber Michael, Du schreibst sehr genau und der Bericht ist wirklich in allen Punkten sehr präziese. Mit dem Abstrafen ist das aber manchmal so eine Sache. Unsere Webseite ist nun fast 8 Jahre am Start, am Anfang haben wir auch wie wild die Dinge getan, die eigentlich keiner tun sollte, tausendfach doorwaypages, gekaufte Links und billige Tricks, wir hatten keine Ahnung. Toll war, das ganze hat 3 Jahre funktioniert mit absoluten Top Platzierungen. Dann haben wir die Seite relaunched und alles sauber gemacht. Wir wollten die Tricks nicht mehr und haben die Seite so perfekt gemacht wie es google gerne hat. Blog eingerichtet und fleißig ausnahmslos themenrelevante Themen und Verlinkungen. Trotzdem, in den letzten 4 Jahren haben wir 2x eine bis heute nicht erklärbare abstrafung erhalten. Vielleicht war es auch keine. Wir wissen es nicht. Einfach so waren wir für 2-3 Wochen im absoluten Niemandsland. Ohne etwas getan oder verändert zu haben, waren wir dann irgendwann wieder am alten Platz. Was ich mit diesen vielen Worten sagen will – nicht immer erklärt es sich was google da so macht und so manche DUNKLE SEITE funktioniert ganz fantastisch. Vielleicht sollte man einfach nie nur auf einem Bein stehen. Gruß aus Köln, Reto

Michael Dunker

Hallo Reto,

vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Ich habe mir Deine Seite (wenn es sich denn um die von Dir angegebene handelt) einmal in der Historie angeschaut. In der Tat ging die Sichtbarkeit der Domain ab dem 2. Quartal 2008 zurück. Eine massive Abstrafung (wie etwa eine +50-Penalty) ist seitdem allerdings nicht zu sehen. Ganz im Gegenteil, die meisten relevanten Rankings der Domain finden sich auf Googles Seite 1, das zeugt sogar von einem gewissen Vertrauen der Suchmaschine in die Website. Die Anzahl der Keywords mit einem halbwegs ordentlichen Suchvolumen hat sich seit Anfang 2010 kaum geändert. Anfang 2011 gab es dort nur einen temporären Rückschritt für ein paar Wochen. Die Seite könnte durch einige Onpage-Handgriffe erheblich profitieren. Angefangen mit der Einrichtung einer 301-Weiterleitung von der „ohne www“-Version auf die „www.“-Domain. Für einen schnellen Überblick kann man sich gut die Onpage-Punkte über http://www.woorank.com ansehen.

Zurück zum Thema: Du hast natürlich völlig Recht, der Google-Algorithmus ist von Perfektion weit entfernt. Auch einige meiner Seiten wurden ohne Grund schon erneut „durch den Algo geschickt“. Nach dieser – automatisch ausgelösten – Prüfphase mit zum Teil erheblichen Rankingverlusten geht eine saubere Domain in den meisten Fällen gestärkt daraus hervor.

Auch Dein Fazit ist völlig korrekt, ich würde sogar weitergehen: ein forcierter Linkaufbau funktioniert nicht nur bestens, in vielen Wettbewerbsumfeldern ist er für den Erfolg sogar essentiell. Klar: wer das von Googles schwammigen Formulierungen gepushte aggressive Spiel nicht mitspielt, mag zwar ruhiger schlafen, muss dafür in den meisten Fällen auf signifikant steigende Umsätze über die natürliche Suche verzichten…

Sandra Arentz-Hildebrandt

Vielen Dank für den Artikel. Ich habe geschmunzelt, genickt und den Kopf geschüttelt. Ehrlich gesagt stresst mich das Thema Linkaufbau – oder besser gesagt nicht das Thema sondern der Aufbau an sich. Ja, ich weiß dass man Zeit dafür investieren muß und es alles ein wenig dauert. Aber die Zeit fehlt mir dann für mein eigentliches Business, oder ich müßte nachts am Aufbau arbeiten – aber da schlaf ich dann doch lieber ein paar Stunden. Ich bin also immer wieder hin und her gerissen. Aber um nach vorne zu kommen – immerhin auf der Suchergebnissliste – muß ich wohl in den sauren Apfel beissen…
Grüße, Sandra

Paul

Mich würde mal interessieren in wie weit ein Linkaufbau unnatürlich wirkt und wie man das ganze noch „unschlüssiger“ aber dennoch wirksam für Kunden aufbauen kann…

Michael Dunker

Hallo Paul,

ja, das ist interessant. Ich denke, dazu sollte ich mal ein paar Zeilen schreiben, danke für die Anregung.

Paul

Das wäre interessant. Ich bin gespant 🙂 Sind sicher viele Faktoren die hier die Natürlichkeit beeinflussen können.
Viele Grüße aus Bad Langensalza

carsten

Im Prinzip kann man ja keinen Einfluss auf die natürliche Verlinkung nehmen … 😉 (Scherz beiseite). Aber wenn kein Einfluss möglich wäre, wäre ja jede Verlinkung natürlich. Google weis jedoch auch, dass dies nicht möglich ist. Daher gelten als einfache Grundregeln halt:

– langsamer Linkaufbau
– pyramidischer Aufbau

Dementsprechend würde ich aber doch deuten, dass auch nofollow-Links einfach zu einem natürlich Bild ganz organisch dazu gehören … 😉

intoxi-hd

Dein Artikel liest sich wirklich amüsant und ist zu gleich auch interessant. ich bin auf ihn gestosen als ich auf der Suche war ob man bei einem WP-Blog interne Links mit dofollow oder mit nofollow versehen sollte, ich bin Anfänger und vielleicht ist die Frage auch total doof, trotzdem stelle ich sie mir. Kann mir Jemand diese Frage beantworten?
Herzlihen Dank schon mal!

Michael Dunker

Hi,

Im Prinzip kannst Du Dich was die nofollow-follow-Frage angeht, einfach an Googles Matt Cutts halten: Kümmer Dich nicht drum. Nur, wenn Du Links verkaufst, solltest Du sie mit „nofollow“ kennzeichnen. Allerdings: lässt Du Deine Kommentare auf follow und schaltest willenlos jeden Kommentar frei, bekommst Du viel SPAM. Damit auch viele irrelevante ausgehende Links. Das kann Deinem Ranking schon schaden. Aber auch bei nofollow-Kommentaren sollte man nicht jeden Unsinn freischalten. Denn wer will schon miesen Content auf seiner Seite… Ich schalte recht viele Kommentare frei, es sind auch eine Menge dabei, die nur einen Link abstauben wollen und sich mit wenigen themenrelevanten Sätzen zum Thema abquälen. Die absolut dummdreisten Kommentare lösche ich natürlich. Ansonsten interessiert mich das Thema nicht besonders. Mit Kommentar-Links ist nämlich noch keiner reich geworden, dazu braucht es schon ein bisschen mehr.

intoxi-hd

HI Michael,
dank dir für deine Antwort. Aber ich werde nicht ganz schlau daraus. Also bei meinen Kommentaren halte ich es so, gute Kommentare bekommen ein dofollow und sinnfreie ein nofollow und Spam lösche ich gleich. Aber meine Frage war auf die inernen Links bezogen, wenn ich inerhalb eines Artikels auf einen anderen in meinem Blog verlinke, sollte es da nofollow oder dofollow sein oder sollte ich mich nicht dafür interessieren =) ? Die Frage kam mir als ich deinen Artikel las…:)

Michael Dunker

Ah! Sorry, falsch gelesen. Interne Links kannst und solltest Du immer auf dofollow lassen. Wenn Du etwa mit „Tipps Bildbearbeitung“ aus einem Artikel verlinkst, geht Google davon aus, dass es sich auf der Zielseite um dieses Thema handelt. Mit internen Links kannst Du Google besser beibringen, um welche Themen es sich auf den jeweiligen Unterseiten handelt. Viele interne Links sorgen für eine gute „Durchblutung“ einer Website.

traumdeutung

schöne Verknüpfung zw. alkohol und Linkjuice! sehr gelungener Artikel!
Und wenn du schon einen ausgibst, dann sag ich nicht nein…
das beste bier is ja bekanntlich das frei-bier!

gazeteler

Genau diese Abstrafungen sorgen dafür, dass auch die „Kleinen“ mithalten können. Wäre es nicht so, würde im Endeffekt nur das Geld über das Ranking entscheiden.

TRICK

Super Beitrag!
Klasse geschrieben und sehr interessant

Katharina

Sehr guter Artikel Michael, mach weiter so!

Casino mit Bonus

Wow. Guter Schreibstil….

Ernsthaft, du schreibst sehr gut!…

Hamburg-Köln

Da kann ich nur noch sagen „Be the juice with you“! Cheers 🙂 Wie im echten Leben: Das richtige Mass zu finden ist die hohe Kunst! Und eben gar nicht einfach…… Um mir meine eigene Meinung zu bilden habe ich jetzt eine Versuchsreihe mit 3 neuen Domains gestartet. Bei der ersten greife ich so richtig voll ins „black hat“-Töpfchen, bei der zweiten ein hoffentlich optimaler Mix aus „black & White“ und die 3. mit 100& pure White Stuff. Bin gespannt!

Roland

Es ist ein sich wiederholendes Ritual, wie das Ostereiersuchen.

Man kümmert sich um seine Links, setzt dofollow und nofollow.

Irgendwann stolpert man wieder über gute Artikel die genau das Gegenteil behaupten. Und schon geht es wieder los.

Sehr gut geschriebener Artikel. Man wird von Satz zu Satz vorwärtsgetrieben. 🙂

Adrian Wackernah

Bin eben durch einen Beitrag zum Thema auf Deinen Artikel gestossen und war erstmal geschockt. Hatte ich doch in den vergangenen Wochen mühsam mir inhaltsverwandte Blogs gesucht und brav zu guten Artikeln meinen Senf abgegeben. Naja, war meist kein Senf sondern ich versuche schon was sinniges zu hinterlassen. Beruhigt hat mich dann doch Dein Resümee, das man sich keinen Kopf drum machen solle. Und eigentlich habe ich das auch so festgestellt: In einem Blog hatte ich zu einem mich sehr interessierenden Thema mehrere Kommentare geschrieben und binnen weniger Tage hatte ich auf meiner Site ein halbes Dutzend Besucher von eben diesem Blog. Trotz nofollow in dem Blog ist das, was ich zu sagen habe also nicht für die Katz. Die Besucher haben es interessant empfunden und wollten dann eben auch was über mich, den Kommentar-Schreibenden wissen. Gut so und ich pfeif auf Google.

David Hoffman

Ich glaube dieser etwas ältere Beitrag hat noch immer Relevanz. Ich betreibe seit geraumer Zeit meine eigene Homepage, ohne zuviel Zeit in die Materie investieren zu wollen/können. Die SEO in fremde Hände zu geben, und dann auch noch einen Vertrauenserweckenden Anbieter zu finden, kostet mich zu viel Geld und Nerven. Ich habe mit einer anderen Webseite auch schon die Abstrafung von Google erfahren. Für mich als Amateur-Programmierer ist und bleibt es ein „Blindflug“.

Tobi neumeister

Sehr guter Artikel danke!

Markus

Mir geht es genau wie David. Dieses Thema ist und bleibt immer noch aktuell. Viele meiner Mitbewerber setzen auf statische Seiten, die vor Jahren einmal programmiert- und seitdem nicht mehr verändert wurden. Es gibt keine oder seltene Aktualisierungen, da das schnell größere Summen verschlingen kann. Mein Tipp: Selber machen und öfter mal die Seite mit aktuellen Infos füttern. Das wirkt ebensogut wie 500 backlinks. LG

Alexander Hoell

Super interessanter Beitrag, toll geschrieben.. Wenn auch schon etwas älter … Aber immer noch aktuell… Denn auch fünf Jahre später hat sich da nicht viel geändert…

Wolfgang

Hat sich einiges getan in den letzten 6 Jahren. Die Algorithmus Updates (Panda, Penguin, Hummingbird, Phantom) waren oft Backlink bezogen und haben das Ranking für Webseiten ordentlich durcheinandergewirbelt. Qualität (der Inhalte und Backlinks) hat sich durchgesetzt – und so wird es wohl auch bleiben.

Hinterlasse einen Kommentar

Name*

E-Mail* (wird nicht veröffentlicht)

Webseite

%d Bloggern gefällt das: