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Deutsche Start-ups: Angst vor Schiffbruch

Michael Dunker - 1. Dezember 2008
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Kaum gestartet und schon die Furcht vor dem schnellen Aus: Laut einer Umfrage der Wirtschaftswoche hat die Hälfte der deutschen Internet Start-ups Existenszängste. Sie glauben, Opfer der Finanzkrise zu werden. Jetzt werden überall Sparprogramme aufgelegt. Laut einem Bericht von Golem haben 7 von zehn der 151 befragten Unternehmen den Fuß auf der Kostenbremse.

Schiffbruch: Die Angst geht um bei jungen Internet-Firmen. Foto: Michael Dunker

Schiffbruch: Die Angst geht um bei jungen Internet-Firmen. Foto: Michael Dunker

Tatsächlich ist die Finanzierung eines jungen Unternehmens zurzeit nicht gerade einfach. Laut Wirtschaftswoche sind bereits angebahnte Finanzierungsrunden plötzlich nicht mehr sicher. Kein Wunder: auch die Risikokapital-Geber sind verunsichert. Laut Presseberichten bangen vor allem Start-ups, die auf Werbeeinnahmen gesetzt hatten. Die Sorge ist nicht unbegründet, denn die werbetreibende Industrie hat bereits angekündigt, die Budgets zu kürzen. Laut Wirtschaftswoche sind Internetfirmen, die auf bezahlte Mitgliedschaften setzen, nicht so stark betroffen. Trotz der schlechten Berichte wollen 67 Prozent der befragten Unternehmen 2009 neue Stellen schaffen, so die Umfrage.

Michael Dunker – meine Meinung: Ich glaube an eine Marktbereinigung. Das Überraschende ist allerdings nur der Zeitpunkt – getriggert durch die globale Finanzkrise, nicht aber die Marktbereinigung selbst. Denn klar ist schon seit langem: zu schnell drängen zu viele Anbieter mit extrem spitzen Geschäftsideen aber großer Besatzung ins Internet. Findige Denker schlüpften mit ihrem Internetprojekt in klitzekleine Nischen, bis hin zu winzigsten Mikromärkten. Und die Einstiegshürden im Web 2.0 sind niedrig – eine Website ist schnell programmiert und designet, der erste Newsletter fix getextet und versendet. Und bislang reichte schon ein ausführlicher Businessplan mit viel Phantasie, um Holtzbrinck und Co. das Venture Capital zu entlocken. Mittlerweile ist sogar das einstige Traumschiff StudiVZ (mehr zur StudiVZ-Krise bei Turi2) Leck geschlagen. Viele Start-ups leiden unter dem Problem der Monetarisierung. Denn der Werbekuchen zerfasert sich mit steigender Anzahl der Anbieter immer weiter. Die zur Verfügung stehenden Krümelchen – zu wenig für das Überleben vieler Start-ups. Dennoch: Wer seine Hausaufgaben in Sachen Geschäftsmodell und ROI gemacht hat, schläft auch heute noch gut.

1 comment

  1. Geld für StartUps zu bekommen ist momentan wirklich nicht einfach. Andererseits ist diese Zeit natürlich auch eine Chance für jeden, der den Start aus der eigenen Tasche finanzieren kann und sich jetzt mit weniger Konkurrenz rumplagen muss.

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