Navigieren / suchen

Jagd auf SEO-Agenturen: So schadet Google Unternehmen

Manuelle Massnahmen: So verkündet Google schlechte Nachrichten für Webmaster.
Manuelle Massnahmen: So verkündet Google schlechte Nachrichten für Webmaster.
Rechtsanwalt Martin H.* aus München sitzt stirnrunzelnd vor seinem PC. Gerade hat er die Google Webmastertools für seine Website installiert. Und nun prangt dort eine Nachricht der größten Suchmaschine der Welt. „Google hat unnatürliche, betrügerische oder manipulative Links entdeckt, die auf Seiten dieser Website verweisen.“ Jurist H. versteht die Nachricht und die Welt nicht mehr. Denn Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat er noch nie aktiv betrieben. Von eingehenden Links hat er überhaupt keine Ahnung. So wie Martin H. geht es seit Kurzem vielen Webmastern. Denn Google hat wieder einmal an den Spielregeln für SEO gedreht. Das Ziel der Suchmaschine ist es, Manipulationen der Suchergebnisse einzudämmen. Doch der jüngste Schuss des Webspam-Teams geht zum Teil nach hinten los. Denn anstatt SEO-Agenturen empfindlich flächendeckend zu treffen, schadet Google eher ahnungslosen Unternehmen.

Carsten F.* ist Online-Marketingchef eines internationalen Konzerns mit Sitz in Norddeutschland. Auch er hat ein Problem mit der neusten Post von Google. Unter dem Menüpunkt „Manuelle Maßnahmen“ in den Google Webmastertools (GWMT) fand er jetzt eine ähnliche Nachricht wie der Rechtsanwalt aus München: „Einige manuelle Maßnahmen gelten für bestimmte Seiten, Abschnitte oder Links.“ Das Unternehmen von Carsten F. hat ebenfalls noch nie Linkaufbau betrieben: „Wir haben nicht einmal einen Shop, sondern betreiben mit Content-Marketing Brandbuilding.“ Nun ist der Marketingchef aber alarmiert. Und etwas verzweifelt. Denn den Grund für die Google-Nachricht kann er nicht ausmachen. In den SEO-Analyse-Tools ist noch kein Abfall der Sichtbarkeit zu erkennen. Auch der Traffic zeigt keine ungewöhnlichen Schwankungen. Nun braucht Carsten F. eine Agentur. Eine SEO-Agentur, die sich auskennt und eine Backlink-Analyse macht. Die Spezialisten müssen gute und schlechte Links sortieren. Die guten ins Töpfchen (stehen lassen), die schlechten ins Kröpfchen (abbauen). Bei zehntausenden eingehenden Links einer international bekannten Marke eine echte Sisyphos-Arbeit. Also langwierig. Und vor allem – teuer.

Manuelle Maßnahmen: Googles neue Transparenz

Google ergreift schon seit Jahren Maßnahmen, wenn eine Website „verdächtige“ Muster im Linkprofil aufweist. Das ist nichts Neues. Neu ist nur, dass diese manuellen Maßnahmen nun für den Website-Betreiber offen in den GWMT angezeigt werden (siehe Googles Posting „Manuelle Webspam-Maßnahmen in den Webmaster-Tools„). Im Prinzip eine gute Idee: Nun können Unternehmen prüfen, ob ihre SEO-Agentur nach den Richtlinien der Suchmaschine spielt oder nicht. Denn klar ist auch: Neben den oben beschriebenen Kollateralschäden treffen die Google-Abstrafungen natürlich auch die „Richtigen“. Unternehmen also, die inhaltlich wenig sinnstiftende Verlinkungen aufbauen (lassen), so den Pagerank manipulieren und damit die eigene Positionen in den Suchergebnissen verbessern. Oftmals wissen diese Unternehmen um das Risiko. Es gibt aber auch Firmen, die nicht so hinschauen oder -hören, was ihre SEO-Agentur genau treibt. Ob wissentlich oder unwissentlich: Wer beim harten Linkaufbau erwischt wurde, muss nun sein Profil aufräumen. Und weil diese Aufgabe Spezialwissen erfordert, sind wieder Agenturen gefragt.

Linkabbau: Ein lukratives Geschäftsfeld

Längst haben sich SEO-Agenturen auf das junge lukrative Geschäftsfeld eingestellt, werben aktiv mit Linkabbau. Nun beginnt ein lustiges Karussell-Spielchen: SEO-Agentur A hat Links für Firma X aufgebaut. Google hat’s bemerkt, verhängt eine „Manuelle Maßnahme“. Firma X ist sauer und beauftragt SEO-Agentur B mit dem Linkabbau. Im fiktiven Beispiel ist Agentur B aber keineswegs der blendend Weiße Ritter und Agentur A ausschließlich dem „Blackhat“-Bereich (nicht Google-konforme Optimierung) zuzuordnen. Denn SEO-Agentur A bietet ebenfalls Linkabbau an. Und hat einen entsprechenden Auftrag von Firma Y bekommen, die von SEO-Agentur B per Linkaufbau in die Google-Abstrafung geführt wurde.

Für SEO-Agenturen ist es prinzipiell natürlich ärgerlich, wenn sie einen guten Kunden durch Manuelle Maßnahmen verlieren. Es kommen aber sicher auch Aufträge von Neukunden hinzu, die sich woanders die Finger verbrannt haben. Zurzeit sieht es also nicht danach aus, als ob SEO-Agenturen massiv unter der neuen Google-Transparenz leiden. Vielmehr zahlen nun optmierungswillige Unternehmen doppelt – einmal für eine fragwürdige Offpage-Optimierung und dann noch einmal für die Aufräumarbeiten.

Linkprofil aufgeräumt – manuelle Maßnahme zurückgenommen. Und was passiert danach? Kein Linkaufbau mehr? Greift dann Googles Plan, die Austrocknung des Linkbuilding-Sumpfes? Nicht wirklich. Denn die Unternehmen wollen immer noch in der Google-Suche nach vorn kommen. Und so sehr Google sein Mantra „Schreibe gute Inhalte und der Erfolg kommt von allein“ auch wiederholt – die Wirklichkeit auf der ersten Ergebnisseite sieht doch anders aus. Hier steht – gerade in umkämpften Märkten – nur, wer Geld ausgibt. Für Technik, für Content und für Backlinks. Während sich an der technischen Optimierung in den letzten Jahren nicht grundlegend viel geändert hat, sind Content und Backlinks vor allem eines geworden – teurer. Und zwar massiv:

Teurer Content: Hingerotzte SEO-Texte am Fuß der Seite reichen nicht mehr aus – so die gängige Meinung. Und überall wird den Unternehmen eingeflüstert, dass Google längst gute von schlechten Texten unterscheiden kann. Nicht nur Journalisten und SEOs verdrehen bei dieser Falschinformation genervt die Augen. Man muss nur die ersten Ergebnisse bei ein paar Suchbegriffen ausprobieren und wird auf schlechte Texte treffen. Aber halt: Qualitativ hochwertiger Content ist dennoch unverzichtbar. Denn dieser soll nicht nur zunächst die Suchmaschine, sondern vor allem die menschlichen Besucher von den Dienstleistungen und Produkten auf der Zielseite überzeugen.

Teure Backlinks: Artikelverzeichnisse – abgestraft. Massenkommentare – kaum wirksam. Billige SEO-Verticals – deindexiert. Guter und nachhaltiger Linkaufbau ist nicht für eine Handvoll Euro zu bekommen. Entweder wird organischer Linkaufbau mit viel Zeitaufwand und oftmals spärlichen Ergebnissen betrieben. Oder es werden autoritäre Premiumlinks akquiriert. Solche Links kommen am besten von „sauberen“ Websites. Organisch gewachsen, gut optimiert. Diese Arbeitsweise hat ihren Preis. Die neue Google-Transparenz führt also eher zu einer Verknappung der Ressource und zu einer Verteuerung. Gute Nachrichten für Agenturen, die so ihr Geld verdienen. Entweder im simplen Arbitrage oder aber im Premium-Segement des Linkaufbaus mit eigenen Ressourcen.

Immerhin scheint hier ein mögliches Zwischenziel von Google erreicht – SEO teurer und SEA damit attraktiver zu machen. Denn in vielen sauber berechneten Cases schneidet eine gute Suchmaschinenoptimierung mittelfristig bisher signifikant günstiger ab als SEA.

Google selbst spielt den Impact der offen gezeigten „Manuellen Maßnahmen“ herunter. Im entsprechenden Blogpost heißt es: „Eine aktuelle Analyse des Index zeigte, dass weit unter 2% aller Websites von einer manuellen Webspam-Maßnahme betroffen sind.“ In Deutschland gibt es laut der DeNIC rund 15,5 Millionen „.de“-Domains. Laut Googles Berechnungen müssten dann rund 300.000 Websites von Manuellen Maßnahmen betroffen sein. Homöopathische Eingriffe sehen anders aus.

Transparenz ist gut, offene Spielregeln sind besser

Gegen die neue Google-Transparenz ist gar nichts einzuwenden. Denn nun wissen Webmaster wenigstens, woran sie sind. In der Vergangenheit sorgten nebulöse Aussagen von Googles Spam-Jäger Matt Cutts eher für Rätselraten und Verwirrung. Auch hier brauchte es SEO-Spezialisten, um Penalties oder Abstrafungsfilter zu erkennen. Manchmal konnten auch ausgewiesene Experten nur raten. Nun liegen die Karten auf dem Tisch. Die Gründe für die Abstrafungen bleiben zum Teil allerdings weiterhin unklar. Zwar zeigt Google hier und da Beispiele für offenbar „manipulative“ Links, oftmals aber auch nicht.

Besonders problematisch: Google ändert gern von Zeit zu Zeit die Spielregeln. Und verhängt Abstrafungen dann auch rückwirkend. Beispiel: Webkataloge galten lange Zeit als gute Möglichkeit, Backlinks aufzubauen. Google argwöhnte diesen Seiten gegenüber schon 2008, bezog aber letztlich nicht konkret Stellung. Webkatalog-Betreiber lasen aus diesem Artikel: Es ist durchaus okay, mit einem redaktionell geführten Webkatalog Geld zu verdienen. Und Webmaster lasen: es ist durchaus okay, sich in redaktionell geführte Webkataloge einzutragen. Heute, sechs Jahre später, gibt es kaum noch funktionierende und in der Google-Suche prominent gelistete Webkataloge. Im Gegenteil: Die Einträge von damals können dem eigenen Linkprofil von heute schaden. Ein ähnliches Schicksal droht derzeit Pressemitteilungen. Sind diese „zu gut“ optimiert, könnten sie möglicherweise schädlich wirken.

Das sind schlechte Signale für Unternehmen, die Google als Traffic-Quelle nutzen wollen. Denn Google behält seine SEO-Spielregeln gern für sich. Und Regelverstöße in einem Spiel ohne glasklar umrissene Grenzen sind an der Tagesordnung: Was gestern vielleicht noch toleriert wurde (oder gar erlaubt war), kann morgen schon problematisch sein. Vielleicht. Oder auch nicht. Der Hintergrund von Googles Verwirrspiel: Die Suchmaschine möchte es Betrügern möglichst schwer machen, Suchergebnisse zu manipulieren. Im Ergebnis funktioniert das bisher eher weniger gut. Denn Fakt ist: SEO-Agenturen passen sich jedem Wink von Google flink an, ändern ihre Dienstleistungen und können sich so über neue Aufträge freuen. Die Unternehmen dagegen sind die Leidtragenden, müssen für das Vor-und-Zurück-Spiel immer wieder Budgets reservieren.

Online-Marketing-Chef Carsten F. hat jetzt ein ausführliches Link-Audit beauftragt. Denn er möchte auf Google als Traffic-Quelle auch künftig nicht verzichten: „Die über Google kommenden Besucher sprechen sehr gut auf unser aufwändiges Content-Marketing an, bleiben lange auf der Seite. Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen darauf.“ Dirk K.*, ebenfalls in der Chefetage eines M-Dax-Unternehmens, ist schon einen Schritt weiter. Die nach der Nachricht in den Google Webmastertools beauftragte Link-Analyse der Unternehmens-Website hat tatsächlich „verdächtige“ und „schlechte“ Links ausgespuckt. Es handelt sich dabei unter anderem um Sport-Vereine, die auf die Unternehmens-Website verlinken. K. kann für die Ergebnisse kein Verständnis aufbringen: „Wenn Vereine aus Dankbarkeit über eine Zusammenarbeit im Sponsoring aus freien Stücken auf uns verweisen, was soll daran schlecht sein?“

Eine berechtigte Frage, die das Unternehmen an den bunten Suchmaschinen-Riesen weiterreichen wird. Im so genannten Neubewertungsantrag.

*Namen gekürzt und geändert, Personen sind dem Autor bekannt.

Kommentare

Dennis

Hallo Michael,
starker Artikel und auf den Punkt gebracht!
Beste Grüße, Dennis 🙂

Frank

Lesenswerter Artikel. Schwierig allerdings von 15,5 Millionen “.de”-Domains auf rund 300.000 betroffene Websites zu schließen. Zum einen sind zahlreiche .de-Domains nicht projektiert, zum anderen laufen auch viele deutschsprachige Seite auf anderen TLDs. Aber vielleicht nivelliert sich das dann unterm Strich.

Ansonsten siehe http://www.seo-scene.de/linkbildung/linkloeschungen-googles-irrsinns-fette-beute-2367.html – ein Jahr alt ist der Artikel und es ist noch schlimmer geworden…

Doreen Brumme

schön erklärt. zum passenden zeitpunkt. empfehlenswerte lektüre.

Alex

Guter Artikel, der den Nerv trifft.
Die Google-Nutzer bekommen wenig bis gar nichts mit. Welchem Nutzer fällt es schon wirklich auf, wenn aus „Videos“ in der Google-Leiste „YouTube“ wird? Und alle anderen Video-Portale aussortiert sind, von Heute auf Morgen, vielleicht sogar pleite. Seit langem sind die Unternehmen die Leidtragenden in diesem Google-Spiel. Entlassungen von Onlineshop-Mitarbeitern wegen Umsatzeinbruch durch AdWords-Kostensteigerung (wir reden von mind. 4-stelligen Monatsbeträgen) sowie reihenweise Schließungen von kleinen Text-Agenturen – keiner bekommt das mit in der Normal-Welt. Spätestens seit 2013 ist nur noch ganz vorne wer zahlt. Momentan schieben sich sogar noch die Shopping-Anzeigen oben drüber. Ganz klare Ansage von Google: „Wer nicht zahlt, ist raus.“ Die Marktmacht wird genutzt. Wer kein Onlinemarketing mit Budget für AdWords macht ist nicht zu finden – kann sich kaum ein Unternehmen heute noch leisten in Deutschland. Wer es macht, muss schon mindestens 4-stellig im Monat investieren. Früher konnte ein normaler, kleiner Onlineshop in Google noch sein bischen Nebengeld verdienen. Heute ist das unmöglich, schade.

Uwe Mosgallik

Sehr sehr guter Artikel. Genau das selbe beobachte ich derzeit bei vielen wirklich kleinen Websites.

Andre

Es ist und bleibt unlauterer Wettbwerb. 300000 Webseiten sind eine Zahl – Google betreibt hier ganz offen unlauteren Wettbewerb und begründet das mit Linkspam. Ich habe in den letzten Jahren keine wirkliche Spamseite in einer Suchmaschine gefunden

Warum bekommen es den Yahoo oder Bing hin, eine saubere Suchmaschine zu führen ohne dabei Unternehmen regelmäßig abzuwerten?

Die europäische Kommision braucht einfach nur noch mehr Hinweise von abgwerteten Seiten und SEO-Agenturen sowie Unternehmen, damit auch Google mal ein paar Grenzen gezeigt werden. Sobald die in einen neuen Markt wollen werten die auch gerne mal die zukünftige Konkurenz ab. http://www.fairsearch.org/general/video-eu-groups-call-for-rejection-of-googles-proposal/

Jan

Schön beschrieben. Lustigstes Ergebnis das ich neulich gesehen habe als angeblich „böse Seiten“ in den GWT als Beispiel angeführt: Nur Seiten, die per nofollow verlinkten. Und das erklär dann mal dem marketing Leiter.

Jagsch Wolfi

Komische Sache mit diesen andauernden Nebelgranaten. Keiner weiß mehr, was wirklich richtig und falsch ist. Also Seo Texter werde ich einfach weiter versuchen mit der Erstellung von brauchbarem Content zu punkten, der vor allem nutzerorientiert gestaltet ist, denn Google kann den Wert eines guten Textes nicht erfassen.

Manu

Gut und umfassend geschrieben. SEO wird teurer für umkämpfte Branchen. Für alle anderen muss man zwar auch mehr Geld als in der Vergangenheit in die Hand nehmen, ist aber im Vergleich zu Adwords ist SEO noch immer wesentlich günstiger.

Michael

Hallo Michael,

kann auch nur sagen, dass es ein sehr guter Artikel ist, danke. Wir haben auch gemerkt, dass SEO teuerer wurde.
Man kann sich nur eine Frage stellen, ob Google die SERPs nur für sich beanspruchen will? Bezahlte Anzeigen werden größer und vor allem mehr, der Platz für organische Treffer aber deutlich kleiner … wie lange bleibt wohl Google, wenn er so weiter macht, noch als führende Suchmaschine da?

Gruß

klausen

Die Regel ist ganz einfach, wer sich von Anfang an nicht an die Spielregeln gehalten hat oder sich damit beschäftigt, wird auch defintiv jetzt abgestraft. Die SEO-Szene verkauft sich immer noch als Allheilmittel und will nicht genannt werden, aus Schutz dem Kunden und der Marken gegenüber, aber vor allem weil man seine Tricks und vielleicht auch unehrlichen Spielzüge nicht preisgeben will. Denn diese kann jede Konkurrenzagentur mit etwas Zeit und Grips nachvollziehen. Die organischen SERPs werden irgendwann nur noch reginal bezogen sein und wer sich allmächtig aufstellen will soll dies bitte doch über gekaufte Anzeigen über die ausgewählte Region aufbauen.

Der Verein, der seine eigene Website baut, tut gut daran zumindest jemanden an der Hand zu haben der sich etwas auskennt und mal schaut was für Spamseiten sich ebenfalls auf dem Server der Vereinsdomain tummeln, dann klappt es auch mit dem Link zur Kanzlei, als Dank fürs Sponsoring. Ebenfalls sollten Inhalte einfach gut gepfelgt sein, Ja Content ist wichtig und bleibt es und er es als MAntra abtut, hat den Sinn des erfolgreichen Suchens nicht verstanden. Und ja, eine Agentur die nicht ordnetlich berät und explizit auf guten Content hinweist und sagt alles auf Seite 1 ist möglich in zwei bis drei Monaten, ist einfach nicht seriös. Egal in welcher Stdat dieser Republik.

Es wird aussortiert, es wird noch viel geweint werden und alleine diese Tatsache wird als Weissagung noch eine ganze Zeit lang verkauft werden. Nur wer seine Inhalte die ganze Zeit auf Google aufbaut, muss sich nicht wundern von Google diktiert zu werden. In anderen Ländern ist Google einfach nur unwichtig.

D. Sebald

Man kann hier auch etwas positives rausziehen. Betroffene Unternehmen werden doch am besten beraten sein, eine SEO Agentur zu engagieren, um die betroffenen Links zu entfernen. Und es ist der erste Schritt zum SEO Stammkunden getan.

Jagsch Anton Wolfgang

Am besten saugeilen Content und dazu eine geile Contentstrategie entwickeln. So gelingt es mir als Seo Texter Suchmaschinenoptimierung zu machen, die wie ein Magnet Leute auf Webseiten zieht. Linkbuilding ist sowieso bald Geschichte – spätestens nach dem nächsten Update.

Michael Dunker

Tja, wenn das für alle Themenbereiche so einfach wäre. Nehmen wir den porösen Baustoffhandel oder eine Firma, die Pumpensteuerungen herstellt – nicht ganz einfach, hier Inhalte zu schaffen, die sich durch die Blogosphäre brennen. Auch gerissene Edelfedern dürften sich beim Thema Hämorrhoiden-Salbe schwertun, Content zu schaffen, der Social Signals anzieht.

Darüber hinaus: Zurzeit sind Links der Kern des Google-Algorithmus‘. Das wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern, wohl auch nicht mit dem nächsten Update. Linkbuilding wird es also auch weiterhin geben, da bin ich mir sicher.

sergej

Genau Michael,

geiler Conten … immer dieser geiler Content. eigentlich nervt das etwas, denn man kann leider nicht unendlich den „geilen“ Content erstellen. Wie will man jedes Mal etwas interessantes und vll. auch etwas neues schreiben bzw. erstellen, schließlich ist man nicht alleine …

Gruß

Yücel Yanaz

Guten und sich ständig wechselnden/aufbauenden Content zu entwickeln ist wirklich schwierig, wenn es wie oben beschrieben, um Produkte geht, die nicht wirklich sexy, dafür aber überlebensnotwendig sind. Wie z.Bsp. Ersatzteile für Drucker. Die jeder braucht, wenn das Gerät defekt ist. Als Unternehmer sehe ich hier viele Herausforderungen zu bewältigen. Ein spannendes Thema sicherlich, aber schon lange ist google nicht mehr als Allround-Allzweck-Waffe zu sehen, wo man g’schwind den Umsatz ankurbelt. Dennoch halte ich SEA derzeit als kostengünstigere Alternative zu SEO – auch langfristig. Weil ich schneller Geld erwirtschaften kann, was ich wiederum in SEA investieren kann.

Florian

@klausen: Betrachte mal das Gesamtbild, abseits der von Google ausgestellten Lehrsätze mit ihrem idealistischen Anstrich. Google ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und da gilt: Shareholder Value first.

Die ständig neuen Filter und harten Maßnahmen gegen kleine und mittelständische Unternehmen, mit werthaltigen und soliden Webseiten, legen eher einen anderen Verdacht nahe: Der Unternehmer soll per einem „Lex Berlusconi“ mehr in Adwords investieren, denn an SEO ist für Google nichts verdient.

Natürlich steht es Google frei, seine eigenen Regeln aufzustellen. Angesichts des Quasi Monopols in Deutschland und der teils existenzbedrohenden Auswirkungen von unregulierten „Webspam Maßnahmen“ auf Unternehmen deren Schwerpunkt im Onlinegeschäft liegt, bekommt man aber schon Bauchschmerzen. Es kann nicht angehen, daß ein Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung den deutschen Mittelstand am virtuellen Gängelband führt, um stetig mehr Wachstum zu schaffen.

Kai

Hallo,

danke für diesen objektiven Artikel. Ich bin für jede Veröffentlichung die nicht dem Trend „SEO ist böse und nicht zukunftsträchtig“ folgt mehr als dankbar.

Mich würde aber am Rande interessieren wo die Trennschärfe zwischen Linkbuilding und Content-Marketing zum Brandbuilding genau liegt? 🙂

Daniel

Vor allem wird es schwer für Unternehmen/Dienstleister die eigentlich immer den gleichen Content auf Ihrer Homepage haben, es macht halt keinen Sinn für den lokalen Friseur oder den Heizungsmonteur seine Homepage ständig mit frischen Content zu versorgen. Aus Google Sicht schon, aber eben nicht als Unternehmer, und dann greifen diese halt mal schnell zu günstigen Linkpaketen die letztendlich Schaden und am Ende muss er dann eben doch zum SEO, der den Schaden versucht zu retten.

Jan

Tja, zuerst wollen die Kunden für SEO nicht allzuviel Geld ausgeben und beauftragen ne billige Agentur oder kaufen die Links gar selber im Paket. Und dann ist das Geschrei groß, wird auf SEO gewettert, werden die Agenturen verdammt.

Jürgen

Das ist immer das Problem, keiner möchte für Qualität geld ausgeben. Zum Glück geht das ganze mehr in die Richtung von hoher Qualität (Panda) und weniger irgendwelche Linkgeschichten. Es gibt aber leider noch viel zu viele unseriöse Agenturen die IMHO den Markt kaputt machen und online Marketing etwas durch den dreck ziehen… ich glaube Google hat sich hier eine Grube gegraben aus der Sie gerade versuchen selbst wieder rauszukommen…

Anja

Hallo Michael,
auf der Suche nach SEO-Tipps bin ich auf deinen Artikel gestoßen. Ich finde auch 2015 trifft dieser noch den Nagel auf den Kopf. Super Artikel. Danke

Hinterlasse einen Kommentar

Name*

E-Mail* (wird nicht veröffentlicht)

Webseite

%d Bloggern gefällt das: